Fernreise für zwei Wochen mit zwei kleinen Kindern? Ja!

am 09.05.2017

Weil wir von vielen gefragt wurden, wie es geklappt hat und vor allem, wie stressig es war, ein kurzer Beitrag zu diesem Thema.

Jetzt sind wir seit Donnerstag zurück und mal abgesehen davon, dass wir wetterbedingt am liebsten SOFORT wieder in den Flieger steigen würden, geht es uns prima!

Kinder wohlauf, wir auch. Erholt ja und nein, was aber nicht an der Destination, sondern vielmehr an der Tatsache liegt, dass man sich nunmal mit zwei Kindern im Alter von 1,5 und 3 nicht besonders gut erholt wenn man keinen Babysitter (aka Oma & Opa) dabei hat oder vielleicht auch mit befreundeten Familien vereist und sich mal abwechseln kann.

War aber ok so und auch geplant. Endlich mal wirklich wieder Zeit zu viert verbringen. Papa, Mama, Tochter, Sohn. In den Tag hineinleben und machen, worauf wir Lust haben. Die Wahl um die Jahreszeit nach Thailand zu fliegen war ziemlich naheliegend und auch genau richtig.

Zur alles entscheidenen Frage: Wir war der Flug? Eigentlich total gut. Und wir hatten vor allem vor dem kleinen Miko und seinem Bewegungsdrang Angst.

Das Fernsehprogramm war sehr hilfreich. Kein Mensch schafft es 12 Stunden lang „ich sehe was, was du nicht siehst und das ist…“ zu spielen oder vorzulesen.

Einzig auf der Rückreise waren die letzten drei Stunden etwas anstrengend, weil beide Kinder nicht mehr schlafen wollten und natürlich übermüdet waren. Dass der eineinhalb Jahre alte Miko laut schreien kann, hat er unter Beweis gestellt und wir waren schwer gestresst aufgrund der gefühlt 150 Augenpaare, die ihre Schlafmaske beiseiterückend entnervt auf uns schauten und unseres eigenen akuten Schlafmangels… Das war’s dann aber auch schon.

Was ich für längere Flugreisen immer empfehlen kann:

+ Wirklich es lohnt sich: Bucht eine einigermaßen stressfreie Verbindung und das fängt mit den Uhrzeiten und den Stop Overs an. Man kann Kindern und sich selbst einiges zumuten aber eben auch nicht alles! Ich weiß, man kann den ein oder anderen Euro sparen aber man sollte genau überlegen wieviel es wert ist.

+ Bewegen wenn es geht. Das heißt, Kinder wann immer es möglich ist laufen lassen

+ Wechselklamotten mitnehmen (durchaus für euch selbst oder ihr seid, wie ich komplett versabbert) und auch wenn es geht dünne Decken. Wir hatten unsere Aden + Anais Musselintücher in extragroß dabei. Sind auch perfekt vor Ort für den Mittagsschlaf, als Sonnenschutz …

+ Snacks und Essen, wenn die Kinder wählerisch sind und es dient auch ein wenig der Beschäftigung

+ Nasentropfen sind nicht verkehrt, genauso wie Augentropfen. Die Luft ist trocken und so manchner Schnupfen entsteht erst an Bord. Blöd, wenn die Nase zugeht.

+ Entertainment in Form von Spielen, Büchern und Bastelei. Buntstifte sind nicht nötig, gibt es immer im Flugzeug

+ Etwas warmes zum Anziehen, es ist entweder viel zu kalt oder zu warm in Flugzeugen. Unsere beiden Kinder hatten Strumpfhosen an. Unkompliziert, nichts verrutscht und es ist warm

+ Was zum Desinfizieren für Toilettenbenutzerkinder und natürlich Windeln wenn nötig

+ Nichts geht ohne Babytrage für den Notfall und wenn der Schlaf nicht funktionieren will

+ Bitte den Schnuller nicht vergessen!

+ Kopfhörer für Kinder können nicht schaden, wir hatten keine – leider

 

Wir hatten dabei. Diverse Tiere von Schleich, sind auch perfekt zum Baden und Schwimmen und haben nicht nur uns entertaint, sondern alle anderen Kids rundherum, ca. 7 €

Swaddles. Haben wir immer dabei. Aden + Anais, ca. 30 €

Strumpfhose wie diese von Esprit, ca. 10 €

Sticker gehen bei uns immer. Auch für den kleinen Bruder. Djeco, ca. 6 €

Tiere auf Reisen. Ein cooles Bingospiel. Djeco, ca. 12 €

Viele Kinder hören gerne Hörspiele. Perfekt dafür der Walkman von Sony, ca. 250 €

Thailand als Reiseziel? Ja, ziemlich empfehlenswert, da sehr entspannt und wirklich extrem kinderfreundlich! Es gab nicht eine Situation in der wir uns unwohl gefühlt hätten und auch die medizinische Versorgung ist in den meisten Ecken sehr gut. Wir haben n-a-t-ü-r-l-i-c-h den obligatorischen Arztbesuch absolviert, auch das war kein Problem.

Eine Reise hängt aber natürlich immer von der Jahreszeit ab. Europa mit kürzerer Anreisezeit ist auch gut. Es hat aber schon was, dem schlechten Wetter zu entfliehen und stattdessen am Strand zu sitzen, seine Zehen in den Sand zu bohren und täglich nur mit Badeklamotte und Kleid unterwegs zu sein. Persönlich liebe ich außerdem die Thaiküche…

Alles in allem: zwei Wochen sind nicht sehr lang, kommen einem dort aber lang genug vor und der Flug ist wirklich halb so wild.

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