Hamburg – we love

am 06.06.2016

Und wie ist es nun so, Umzug mit Kind in eine andere Stadt? Eine Woche Hamburg und ich kann mein Glück kaum fassen. Das Wetter ist traumhaft, daher sind wir meist draussen unterwegs. Zuhause herrscht Chaos und es ist kein Ende in Sicht.

Dies wird vorerst auch meine letzte Liebeserklärung an Hamburg sein. Aber ich kann es nicht verbergen, mein Glück kaum fassen und würde es am liebsten jedem erzählen, ob gewollt oder nicht. Ich bin zurück, atme frische Seeluft und das jeden Tag, esse Fischbrötchen an der Elbe oder laufe über den Isemarkt. Ich bin glücklich, glücklich wieder hier zu sein, aber auch glücklich den Umzug halbwegs unversehrt überstanden zu haben. Denn es war Stress, ziemlich viel Arbeit und viel mehr Chaos als erwartet. Die eine Wohnung mit gepackten Koffern, Sack und Pack verlassen, wartet schon das nächste Karton- Chaos auf uns. Wann wir fertig mit auspacken sein werden? Gefühlt gegen Weihnachten. Es treibt mich morgens fast in den Wahnsinn. Halb ausgepackte Kartons, Sachen die hätten längst in München schon aussortiert werden müssen tauchen wieder auf und finden auch hier wieder keinen Platz. Und wo ist gleich das Besteck? Handtücher?

Also mein Tip: noch mehr aussortieren als ich es bereits getan habe. Und alle Kartons beschriften, jedes einzelne Teil auflisten. Die Illusion sich später an noch irgendetwas zu erinnern kann ich wirklich jedem nehmen. Und es ist sinnvoll nach System zu packen. Funktionierte bei mir genau die ersten 10 Kartons, danach wurde gepackt was irgendwie zusammenpasste. Könnte aber auch an der ein oder anderen Nachtschicht gelegen haben. Und so entsteht es dann – das unüberschaubare Chaos.

Einzige Möglichkeit einen klaren Kopf  zu bekommen. Morgens schnell duschen und mit Kindern und Hund erst einmal raus. Kaffee trinken,  Frühstücken gehen oder auch zum Spielplatz. Die Stimmung und Toleranz für diesen Ist-Zustand ist dann definitiv besser zu ertragen. Zur Zeit schaffe ich täglich ca. 10 Kartons. Und es wird tatsächlich weniger. Die leeren Kartons stapeln sich auf dem Balkon und wären zur Abholung bereit. Ah, zieht gerade jemand in Hamburg um? Wir hätten noch Kartons zu verschenken. Und ein Zimmer halbwegs wohnlich gestalten. Bei uns ist es das Schlafzimmer. Nächste Woche wird Paulines Hochbett geliefert, dann ist es fast eingerichtet. Mit dem Kinderzimmer habe ich direkt begonnen – damit sie und Hannah sich wohl fühlen. Die Hundekörbchen stehen natürlich auch schon. Denn besonders Emmi fand es anfangs wirklich verwirrend.

Schon am zweiten Tag in der neuen Wohnung hat Pauline: „Zuhause bleiben gesagt“. Sehr beruhigend und wirklich ein schönes Gefühl. Wir sind also angekommen. In Hamburg – we love.

Und an alle auch gerade umziehenden – Viel Glück & Nerven bewahren.

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