Welcome to Cape Town / Kapstadt

am 01.03.2016

Unser Beitrag vor genau einem Jahr: Wir sind seit einer guten Woche in Südafrika. Drei Wochen Urlaub / Elternzeit und Erholung mit langem Flug aber das direkt und ohne Zeitverschiebung.

Nachdem wir unsere Reise nach Neuseeland leider unterbrechen mussten und ein Rückflug sofort ausgeschlossen wurde (26 Stunden reine Flugzeit sind dafür einfach zu lange und 12 Stunden Zeitverschiebung zu heftig), Erholung aber dringend nötig war (nur dank einer Reiserücktrittsversicherung überhaupt möglich), ist die Entscheidung nach einigem Hin und Her auf Südafrika gefallen.

Klar, es ist nicht um die Ecke und vor allem fragt man sich, ob das mit einem kleinen Kind alles wirklich sein muss. Aber da Matilda eine super Fliegerin ist, ist die Entscheidung schnell gefallen: „Cape Town it is“ und wir sind sehr happy darüber.

Die Stadt hat uns mit offenen Armen und schönstem Wetter empfangen. Den Flug hat Matilda nahezu verschlafen und ist anstelle des kalten Münchens im warmen und leicht windigen Kapstadt aufgewacht. Nicht so schlecht. Alle Flugtipps aus dem Neuseeland-Post sind befolgt worden und noch immer für gut befunden. Routinierter waren wir alle und das war noch entspannter.

Unsere Stationen:

Ursprünglich wollten wir drei Wochen an einem Ort bleiben. Das hat sich aber wieder geändert. Recht spontan sind aus einem Stop, drei geworden. Immer Wohnungen über Airbnb

– Für 6 Tage am superschönen Strand in Llandudno in Kapstadt. Einer unserer absoluten Lieblingsstrände! Hier haben wir dann lustigerweise auch die Donna beim Fashionshoot getroffen. Der Blick und die Lage des Apartments war unglaublich der Rest eher ok. Gut für Familien.

– 8 Tage im Weingebiet Constantia nicht weit weg von Hout Bay ebenfalls in Kapstadt. Die Wohnung (vor zwei Tagen bezogen) hat sich als absoluter Glücksgriff herausgestellt aber mal passt es gut und mal eben perfekt. Geheimtipp! Zahmer Springbok im Garten inklusive.

Nochmals 8 Tage nach Langebaan zum Kitesurfen und planschen für Matilda. Dort ist es zwar windig aber es gibt eine Lagune und das Wasser ist relativ warm.

Ein paar Tipps:

– Immer nach Babybett und auch einem Kindersitz fragen. Ansonten ggf. ein Reisebettchen z.B. hier bestellen. Wir haben außerdem einen ansteckbaren Kindersitz dabei (siehe unten)

– Kindersitz für den Mietwagen nicht vergessen anzufragen! Kostet einmalig ca. 20 €

– In die Überlegung einbeziehen: Der Atlantik ist sehr kalt  – vor allem für Babies – uns war deshalb ein Pool wichtig.

Sicherheit:

Da es immer wieder ein Thema ist und mit Kind ist man noch vorsichtiger: Es gilt ein paar Grundregeln zu beachten (z.B. keine wertvollen Gegenstände zu offensichtlich präsentieren, Türen des Autos zu verschließen an Ampeln), dann ist es ein relativ sicheres Reiseland. Natürlich ist das Gefälle von Arm und Reich schon extrem im Vergleich zu manch anderen Ländern.

Wir fühlen uns nicht eingeschränkt aber am Ende ist das jedem selbst überlassen. Mehr Tipps hier.

Das Programm:

Primär Erholung und so wenig Stress wie möglich für Matilda und uns. Da wir Kapstadt schon kennen, ist es auch recht entspannt. Das heißt Strand, Schwimmen, ein wenig von der Stadt und Umgebung sehen (nur solange es Spaß macht), Spaziergänge, moderates Shopping, Krabbeln und Pausen mit der Decke, lecker Essen und Trinken.

Strand:

Es gibt zahlreiche, schöne Strände hier. Leider ist das Meer sehr kalt (Atlantik eben) und es ist oft wirklich windig.

Unsere Favoriten:

Llandudno (siehe oben), in der Regel nicht so überlaufen. Kein sehen und gesehen werden. Einfach ein netter Strand.

Camps Bay (recht beliebt und leider auch sehr voll und mitunter mühsam), trotzdem einen Besuch wert und es gibt viel zu sehen (ob man will oder nicht).

Cliffton Nummer 3 (ist etwas windgeschützter und nett für Familien), ein recht bekannter Strand und immer voll.

Muizenberg bzw. False Bay (gut zum surfen auch für Anfänger). Hier sind die berühmten, bunten Häuser.

Essen und Trinken:

Was man wirklich unfassbar gut kann – auch mit Kind – ist Essen und Trinken in Kapstadt. Einzig anders sind die Uhrzeiten. Wir gehören abends in der Regel zu den Ersten im Restaurant, sehen so aber noch den Sonnenuntergang beim Essen und haben auch kein Platzproblem. Die meisten Restaurants sind wirklich sehr kinderfreundlich und haben Kindersitze. Wir haben trotzdem – und er war schon im Einsatz – einen mobilen, an den Tisch klemmbaren Sitz von Chicco (ca. 40 €) gekauft. Das Preis- Leistungsverhältnis ist wirklich gut. Mittags und morgens kochen wir im Apartment. Das hat sich auch hier bewährt.

Essen für das Baby:

Wir unseren Avent Dampfgarer (ca. 100 €) dabei und das macht alles sehr viel einfacher. Für hauptsächlich Brei-essende Babies zu empfehlen, denn das Angebot an Gläschen ist sehr schlecht.

Top 8 Restaurants bis dato, alle mit Kind gut machbar:

Massimo’s in Hout Bay: Leckere Pasta und noch bessere Pizza, mit Spielplatz.

Dunes in Hout Bay. Sehr unkompliziert, direkt am Strand und sehr kinderfreundlich auch mit Spielplatz. Seafood oder auch Pizza.

Godfather in Camps Bay: Im ersten Stock über einer Bar. Super gutes Seafood & Sushi. Man sucht direkt an der Theke aus, was man haben möchte. Etwas gehobener aber nicht schick.

Sotano am Sea Point. Auch mittags nett. Sehr leckeres Sushi. Allerdings kein Kindersitz. Man sollte seinen eigenen mitbringen oder aber einen Buggy.

Newport Deli am Sea Point. Ich habe ein Faible für gute Delis. Schon immer. Dieses hier ist gut und es ist unkompliziert. Wenn es mal schneller gehen muss…

Live Bait in Kalk Bay direkt am Wasser gelegen. Hat den etwas heruntergekommenen Hafenchic. Sehr nett. Leckeres Seafood. Es gibt im Harbour House noch mehrere Restaurants.

Sushi Box in Beau Constantia. Traumhaft gelegen und unfassbar gutes Sushi. Mitten im Weingebiet mit fantasischem Blick.

The Kitchen. In Woodstook. Recht bleibt und bekannt, vor allem seit Michelle Obama mal da war.

Unternehmungen mit Kids:

Strand, Strand, Strand (siehe oben)

Besuch in Woodstock. Upcoming Designerviertel. Ursprünglich ein so genanntes „Scherbenviertel“, hat sich Woodstock in den letzten Jahren zum hippen Ort für Designer, Kreative und all jene, die es gerne wären, gemausert. Es gibt eine Reihe toller Cafés und Restaurants als auch Shops wie z.B. das easy Café the Kitchen, (spätestens berühmt, seit Michelle Obama hier essen war). Recht bekannt ist inzwischen auch die the Old Biscuit Mill. Hier gibt es Shops und Restaurants und Agenturen und kreative Menschen auf einem Haufen. Das Thema Sicherheit ist hier abends noch immer wichtig. Achtsamkeit macht Sinn. Am Wochenende findet hier auch ein toller Markt statt.

 

*Shopping in Woodstock: Wir waren bei Ashanti Design und haben eine große, schöne Beach- und Alles-Tasche gekauft. Top: Sie werden aus Resten gefertigt, die ansonsten alle verbrannt werden würden, also auch noch nachhaltig. Matilda hat sich in das Bean Bag verliebt – leider zu groß für uns…

*Neighbourgoods Market in Woodstock: Am Wochenende tummeln sich Familien, Kreative sowie alt & junge Menschen auf dem sehr netten aber auch vollen Markt auf dem Gelände der Old Biscuit Mill. In erster Linie gibt es eine Menge Essen aber auch einige nette Stände, wo man Lederwaren, Klamotten und allerlei Krams kaufen kann. Die Kidsstände sind nicht so besonders erwähnenswert. Ein Besuch lohnt sich trotzdem auf alle Fälle! Mehr Infos hier.

 

Für Matilda gab es auf dem Markt unter anderem kleine Mocassins aus Leder von Chapel für ca. 15 €.

Neighbourgoods Market: Von Blumen, über Essen, über schönes aus Leder, über Schmuck es gibt viel zu kaufen und noch mehr zu sehen…

– Tour nach Robben Island: Ich war noch nie da und wollte mir die Insel mit der bedeutenden und unschönen Geschichte (u.a. Nelson Mandela war hier lange in Gefangenschaft), ansehen. Absolut machbar mit Kind aber trotzdem eher anstrengend. Die Bootsfahrt ist ganz nett aber der Besuch des Gefängnisses und die Busfahrt auf der Insel können für Kinder zur Zerreissprobe werden. Matilda hat ganz gut mitgemacht aber mit einer 1,5 bis 4 jährigen eher ein „no go“. Anschließendes Essen an der Waterfront.

Walk von Muizenberg nach Kalk Bay: 30 Minuten einfach. Sehr nett und mit Buggy oder auch Trage prima machbar. Start auf dem großen Parkplatz direkt in Muisenberg am Beach. Dort einen Kaffee in der Knead Bakery holen und in Richtung Kalk Bay laufen. Der Weg führt größenteils am Strand entlang. In Kalk Bay gibt es viele kleine Geschäfte. Nett zu stöbern. Sehr entspanntes Örtchen ein bisschen Hippieflair. Lunch zum Beispiel bei Live Bait oder aber auch einem der netten Cafés z.B. Olympia Café und Spaziergang wieder zurück.

Wer möchte kann noch einen Besuch bei den Pinguinen in Simon’s Town anschliessen, wir machen es an einem anderen Tag (mehr bald hier).

Walk am Seapoint. Man kann entspannt am Meer entlangflanieren und immer wieder an einem der tollen Spielplätze (z.B. der Blue Train Park) oder einfach auf der Decke Pause machen. Die Kulisse der Häuser ist nicht die Allerschönste, trotzdem hat die Ecke Flair

Robben Island. Los geht’s an der Waterfront

Walk von Muizenberg nach Kalk Bay mit Lunch

Walk am Seapoint. Mit Spielplatz und Krabbelmöglichkeiten

Kurzbesuch in Woodstock

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