Auf ein Gespräch mit dem Adventman!

Lilian am 04.11.2016

Wir zählen die Tage, bis es wieder losgehen kann: Der Adventskalender - zuvor liebevoll, gekauft gebastelt oder einfach nur befüllt wird geöffnet. Wahnsinns-Idee von Gründerin Steffi: der "Adventman". Hier kann man seine Kalender individuell befüllen und verschenken.

Neben dem Weihnachtsmann, Christkind und Tannenbaum gibt es jetzt den „Adventman„. Auf ein Wort mit ihm aka Steffi und Kai …

„Angefangen hat es 2010 zuhause im Arbeitszimmer mit drei Billy-Regalen. "

Die Fragen aller Fragen: Wie wurde die Idee geboren?

Steffi: Meine großen Kinder sind heute 20 und 19 Jahre und sie haben jedes Jahr einen Adventskalender bekommen. Das hieß für mich, in der eh stressigen Vorweihnachtszeit 48 besondere Kleinigkeiten einzukaufen.

Im Jahr 2010 haben wir die Idee gehabt, daraus einen Online-Shop zu entwickeln. Dieses Jahr sind wir in der siebten Saison und durchaus Experten rund um Adventskalender.

Was ist die größte Herausforderung?

Kai: Wir haben zehn Monate Vorbereitungszeit und müssen dann in gut zwei Monaten eine perfekte Performance hinlegen. Das heißt: Die Produktion eigener Produkte zu Jahresbeginn planen, gut 3.500 Produkte in den richtigen Mengen beschaffen und in Szene setzen, genug Mitarbeiter für unser Lager finden, die Werbeausgaben richtig verteilen, für genug PR und technisch für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Das ist auch für uns jedes Jahr wieder spannend. Wir haben schon aus Fehlern gelernt und mittlerweile alle Prozesse recht gut optimiert. Aber man kann sich nie entspannt zurücklehnen.

Wie groß ist bitte eurer Lagerraum??? und wie handelt ihr die Logistik dahinter? Wann startet ihr mit der Arbeit?

Steffi: Wir haben mittlerweile gut 500 qm Lagerfläche auf einem Gewerbehof in Hamburg. Angefangen hat es 2010 zuhause im Arbeitszimmer mit drei Billy-Regalen. Die Logistik haben wir im Laufe der Zeit selbst optimiert, in Hochzeiten verschicken wir über 500 Pakete pro Tag.

Und arbeiten tue ich das ganze Jahr für den Adventman. Nach der Saison ist Inventur und Jahresabschluss und im Januar und Februar sind schon wieder wichtige Messen wie die Christmas World, die Spielwaren- und die Süßwarenmesse.

Außerdem kümmern wir uns um die Shop-Optimierung und die Sortimentszusammenstellung. Für uns fängt die Adventszeit also schon im Januar wieder an.

Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Produkte aus?

Steffi: Es muss uns nicht alles gefallen, denn die Bedürfnisse und Geschmäcker sind verschieden. Aber alles muss unserem Anspruch an die Qualität genügen. Das ist natürlich im Hinblick auf den Preis von Artikel zu Artikel anders zu bewerten. Zum Beispiel ist ein Retro-Schiebezahlenrätsel trotzdem ein Billigartikel aus China. Macht aber Spaß, ist günstig und weckt Erinnerungen. Bei Essbarem setzen wir nur auf Top-Lieferanten oder eben Klassiker, die jeder kennt. Entspricht ein Artikel mal nicht unseren Erwartungen, dann schmeißen wir den auch kurzerhand wieder aus dem Sortiment.

Irgendwie scheinen wir damit den Nerv unserer Kunden zu treffen, denn Lagerhüter hatten wir bisher nicht.

Wichtig sind für uns Themen wie Pflege & Wellness, Feinkost & Gewürze, Süßes & salzige Snacks, Lifestyle-Accessoires und natürlich Schönes für Kinder aus den Bereichen Malen, Spielen, Lesen, Basteln oder einfach Spaß. Wir versuchen, den richtigen Mix zu finden aus Produkten, die die Kundschaft erwarten und kleine Geschenke, mit denen wir die Kunden überraschen und begeistern.

Ein Adventskalender ist meist ein sehr herzliches Geschenk. Und nicht zuletzt gibt es in der Kategorie „Ab 18“ auch ein paar Überraschungen mit denen nur Paare was anfangen können.

Was sind die Beststeller?

Steffi: Natürlich sind kleine Schokoladenfiguren für unter 50 Cent in fast jedem Adventskalender. Aus den Top 24 der Saison 2015 stechen aber die Artikel Rentierpups, das Feuchttuch Muttis Spucke und die Liebe in kleinen Dosen hervor. Aber das eine Produkt, das in jeder Bestellung landet, gibt es nicht. Gut funktionieren auch kleine Botschaften wie bei dem Schlüsselanhänger „Alltagsheldin“.

Wer bestellt bei euch? Frauen, Männer?

Kai: Im Laufe einer Adventskalender-Saison haben wir etwa 3/4 weibliche und 1/4 männliche Käufer. Dem Klischee entsprechend starten die Männer ihre virtuelle Shoppingtour aber meist erst in der zweiten Novemberhälfte. Da sitzt die Geldbörse auch meist sehr locker.

Schenkt ihr euch noch Adventskalender? Wenn ja, welchen?

Steffi: Untereinander schenken wir uns tatsächlich keinen mehr, weil wir uns nicht mehr überraschen könnten. Alles, was wir gut finden, haben wir im Shop. Abgesehen davon fehlt uns im November aber einfach auch die Zeit noch nach neuen Schätzen zu gucken. Und über Adventman zu bestellen geht ja leider nicht 🙂

Und was ist mit den Kids?

Kai: Die zwei Großen sind letztes Jahr tatsächlich aus dem Adventskalender-Alter rausgewachsen, was nun aber auch nicht immer so bleiben muss. Die Kleine hingegen hat 2015 das erste Mal einen Adventskalender bekommen. Sie kennt unser Lager und liebt es, durch die Gänge mit den vielen Geschenken zu rennen. Da sie aber noch klein ist, kann sie die Überraschungen in den oberen drei Regalböden nicht sehen. Da haben wir also noch genug Munition für ihren Adventskalender.

Wichtig, für die Late Birds: Was ist der späteste Tag an dem man bei euch bestellen kann?

Steffi: Wir versuchen, alle eingehenden Bestellungen spätestens am übernächsten Werktag an DHL zu übergeben. In diesem Jahr liegt der 1.12. ganz prima auf einem Donnerstag. Es ist also möglich, mit dem Aufschlag für den Expressversand, noch am 30.11. bis 16 Uhr zu bestellen und den Adventskalender am 1.12. übergeben zu können.

Habt ihr überhaupt noch Lust auf Weihnachten, wenn der „Adventman“ seinen Job erledigt hat?

Kai: Na klar, Weihnachten ist für uns ein wichtiges Fest, an dem wir mit unseren Familien zusammenkommen. Und der Dezember ist zwar noch recht stressig, aber das geht ja den meisten Leuten so.

Wie feiert ihr Weihnachten und verratet ihr uns eure liebsten Geschenkideen für dieses Jahr?

Kai: In diesem Jahr kommen meine Eltern und beide Brüder jeweils mit Frau und Tochter zu uns nach Hamburg. Dann singen wir ein paar Weihnachtslieder, essen Fondue und geniessen den Abend zusammen. Da ist eigentlich besprochen, dass es keine Geschenke unter den Erwachsenen geben soll und die Kleinen nicht in den Geschenkerausch kommen sollen.

Bei Steffi und mir steht das Thema „Entspannung“ an oberster Stelle, denn dieses Jahr hatten wir recht viel zu tun. Daher lassen wir das mit den Geschenken und belohnen uns mit einem Hotelwochenende in unserem Lieblingshotel auf Rügen.

Für unsere kleine Tochter wird es etwas mit Puppen, Pferden oder Basteln. Ein Buch und Glitzer darf aber auf keinen Fall fehlen. Der Große wünscht sich ganz bestimmt was für seinen Computer und die Größte ist auf Asienreise und kann einen kleinen Reisezuschuss am allerbesten gebrauchen. Mal sehen…

Lieben Dank und einen nicht zu stressigen November wünschen wir euch!

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