Es ist soweit, die Kita startet

Lilian am 06.04.2015

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust, denn ab morgen startet für Matilda das Kitaleben. Freude und Angst zugleich, ein neuer Baby-Lebensabschnitt beginnt. Was man dafür alles braucht, wie man überhaupt eine Kita findet und wie sich das anfühlt...

Was soll ich sagen: Matilda wird groß! Sie ist ab morgen offiziell ein Kitakind. Einerseits freue ich mich auf diese neue Etappe in unserem Leben, andererseits hat man als beschützende Mama natürlich viele Fragezeichen im Kopf: Wie wird es ihr dort ergehen? Kümmert man sich auch lieb um sie? Wird sie mich vermissen? Was werde ich alles verpassen? Bin ich egoistisch?

Instinktiv weiß ich ganz genau, dass unser „Socialising Kind“ sich dort pudelwohl fühlen wird, denn wir haben in unseren Augen die perfekte Kita für sie gefunden. Sie flippt aus, wenn sie andere Kinder sieht  – vor Freude natürlich! Kinder brauchen ab einem gewissen Alter mehr als nur tagtäglich die Mama um sich herum. Man schafft sich Ausgleich mit Freunden, Spiel- und Krabbelgruppen. Das wird nun zu einem großen Teil die Kita übernehmen.

Wir sind wirklich gespannt, wie alles klappt aber das Grundgefühl ist gut (noch)…

 

Wir haben von unserer Kita eine Liste bekommen, was man alles braucht. Manches muss man jetzt doppelt besitzen, denn es bleibt ja dort.

Kurz vorab: In unserer Kita müssen die Kinder geimpft sein. Das sollte man vorab wissen und gilt für viele Einrichtungen.

Rutschfeste Hausschuhe oder Socken wie dieses coole Modell mit Flügeln aus Leder von Easy Peasy. Über hipandgreen, ca. 50 €

Da es soviele schöne Modelle gibt, die wir gerne kaufen würden. Dieses Modell in Camouflage von Mila & Moccs. Ca. 50 €

Alle guten Dinge sind 3: niedliche Mocassins mit Quasten von Salmon Mocks, ca. 35 €

Ein Regenoutfit bestehend aus Regenhose, Regenjacke und Gummistiefeln, siehe unseren Regenpost von Ende März.

Ein Kuscheltier/Kuschelkissen oder Kuscheltuch, alles eben, das beim Einschlafen hilft. Wie das Löwenkissen von Ava & Yves, ca. 20 €

Matilda liebt ihr MyTwoDots Schnuffeltuch. Gibt es bald hier bei uns. Klein  16 €, Groß,  23 €

Die Trinklernflasche wird jeden Tag wieder mitgenommen und für den nächsten Tag frisch aufgefüllt. Von Nuk, ca. 8 €

Da jetzt (hoffentlich) bald der Sommer kommt, einen Sonnenhut. Cooles Unicorn-Cap von HarperLoveLittles, ca. 20 €

Sonnenhut von Kik Kid. Über KleinWild, ca. 10 €

Wie findet man einen Kitaplatz (in München)?

Primär sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Man findet einen Kitaplatz, auch wenn es anfangs hoffnungslos erscheint. Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan, wenn man irgendwie auch seinem Arbeitgeber gegenüber mal Feedback geben muss, ob der Wiedereinstieg zum geplanten Datum klappt und weder Großeltern noch Au Pair Mädchen verfügbar sind. Leider melden sich viele Kitas erst kurz vor dem gewünschten Starttermin (das war auch bei uns so, vor rund 2-3 Wochen).

Abstrus finde ich nach wie vor, dass eigentlich fast alle Einrichtungen ihre Plätze vermehrt ab September vergeben. Natürlich leuchtet es mir ein, dass dann auch das Kindergartenjahr startet etc. aber verflixt nochmal, es werden nunmal nicht nur Kinder im Herbst geboren?!?

Was man definitv tun sollte, schaut euch die Kitas an, recherchiert ruhig schon in der Schwangerschaft, wann Tage der offenen Türe sind, Flohmärkte oder ähnliches, an denen man die Einrichtungen besser kennenlernen kann. Oftmals sind sie alle im Frühjahr. Erfahrungsgemäß Februar – März. Viele Einrichtungen vergeben kurz darauf ihre Plätze bis zum September.

Für städtische Kitas kann ich nicht viel Hoffnung machen, auch wenn es immer wieder Glückspilze gibt. Wir gehören bis dato nicht dazu. Hier geht es hauptsächlich nach Warteliste, frühes anmelden lohnt sich also. Hier mehr.

Hört euch im Bekannten- und Freundeskreis um, wie zufrieden sie sind. Auch Nachbarn sind eine tolle Hilfe und wenn es geht, lasst euch empfehlen. Am Ende funktioniert sehr viel darüber.

Am Ball bleiben: Wenn euch eine Einrichtung wirklich zusagt, sollte man am Ball bleiben. Das richtige Maß ist wichtig. Manchmal macht es Sinn ab und an anzurufen, andere bevorzugen eine regelmäßige Email. Ich bin jetzt nicht die „Kuchenback-Bestechungstante“ das ist nicht mein Ding, aber ich habe ab und an eine Email geschrieben und einfach mein Interesse bekundet. Hat am Ende funktioniert.

Trotzdem haben auch wir gerade einen sauren Apfel zu essen bzw. reingebissen, denn wir hatten kurz vorher bei einer Elterninitiative zugesagt und waren nach einem ersten Kennenlernen mit dem Erzieher und den Gegebenheiten vor Ort nicht besonders happy. Lange Rede kurzer Sinn, sie beharren auf unserer Kündigungsfrist, auch wenn ich mir sicher bin, dass sie übermorgen ein neues, vielleicht passenderes Kind finden würden. Schade, gerade in einer Stadt wie München. Das Bauchgefühl war schon im ersten Moment etwas komisch und deshalb der allerletzte Tipp: Hört darauf! Man muss bei einer Kita einfach ein super Grundgefühl haben. Nur dann, kann man auch beruhigt in den Job zurück…Im Nachhinein ist man immer schlauer…

Jetzt freuen wir uns einfach auf den Start morgen und sind schon ein wenig aufgeregt!

Wer Fragen konkret zu Haidhausen hat, kann sich immer gerne melden, wir sind jetzt Experten…

Wir würden uns über eure Erfahrungen und Input zu dem Thema freuen!

5 Antworten zu “Es ist soweit, die Kita startet”

  1. Laura sagt:

    Ihr macht einen wunderschönen Blog, danke dafür!
    Ich bin schwanger von Hamburg nach München gezogen und das Thema Kita(-Kosten) macht mich fertig. Meine Freundinnen in HH zahlen höchstens ! 200 Euro im Monat (die Stadt finanziert den Rest). Ich bin hier in München mit 900 Euro im Monat für die (private) Krippe dabei … Ich liebe München inzwischen – aber wer eine Kita braucht, müsste eigentlich Reißaus nehmen!

    • Lilian Lilian sagt:

      Liebe Laura, danke für das nette Kompliment, das freut uns riesig! Ich weiß, es ist vollkommen verrückt. Ich habe ebenfalls viele Freunde in Hamburg, die über uns nur den Kopf schütteln. Aber was will man machen. Matilda geht ebenfalls in eine private Kita. Man kann nur hoffen, dass das System durch den Kitaausbau besser und auch günstiger wird. Manche Arbeitgeber bezuschussen auch, das ist natürlich sehr viel Wert und für den Arbeitgeber ist es auch nicht verkehrt, denn Lohnnebenkosten werden gespart. Also vielleicht kannst du anstelle einer Gehaltserhöhung eine Bezuschussung besprechen? Ich weiß, das geht leider nicht überall, aber wer weiß …Wenn die Kita dann zumindest passt und man happy ist, geht es noch, das denke ich gerade. Schlimm sind dann noch Geschichten mit unglücklichen Eltern & Kindern etc. furchtbar.
      Lass dir München dadurch aber hoffentlich nicht vermiesen 🙂 Liebe Grüße, Lili

  2. Laura sagt:

    ein guter Tipp, danke!
    Euch allen eine wunderschön aufregende, sonnige Woche!

  3. Stefanie sagt:

    Hallo Lili,
    ich finde es toll das Du so offen und ehrlich über die Situation schreibst. Ich hatte beim ersten Mal mich sehr schwer getan. Der Arbeitgeber wartet auf eine Antwort und man kann einfach bis kurz vor eigentlichen Beginn nicht wirklich etwas sagen und sitzt buchstäblich auf Kohlen:-) Ich musste Elternzeit verlängern da wir erst zum Sept. einen Platz gefunden haben. Meiner Erfahrung nach ist es leider so das man sich eben doch in allen Kitas die ev. in Frage kommen auf die Wartelisten setzen lässt. Bei den Prios immer wieder nachfragt (wobei dies auch nach hinten losgehen kann! Ich bin auch auf Unverständnis gestoßen, wobei sie doch wissen müssten wie schwierig die Situation für die Mütter ist. Und am Besten noch während der Schwangerschaft.:-) Wirklich! Als ich mit Anna als sie 7 Tage alt war in einer Kita vorstellig wurde hat man mich tatsächlich belächelt, warum ich jetzt erst käme:-) Unglaublich. Nun, grundsätzlich finde ich sollte es Zentrale Stellen geben, am Ende hatte ich dann mehrere Plätze, das heißt aber auch das anderen Eltern erstmal Absagen erteilt wurden. Tja, man kann nur hoffen das sich bald etwas ändert. Und den jungen Mamis sagen das man eben Geduld und sich die Zeit nehmen sollte. Und wenn die erste wieder gewonnene Freiheit da ist, sie auch etwas genießen zu können. Denn es ist eben nicht so einfach das Liebste in erstmal fremde Hände zu geben. Ich würde mir von der Stadt bzw. den Gemeinden noch mehr Aufklärung und Durchsichtigkeit wünschen. Denn es hört ja nicht auf mit der Suche:-) danach kommt Kindergarten und dann die Schule. Das ist in München auch nicht viel einfacher:-) Kümmerst Euch da auch am Besten rechtzeitig darum. Dann bleibt der Druck erspart. Liebe Grüße und Euch einen guten, reibungslosen und entspannten Start!

    • Lilian Lilian sagt:

      Liebe Steffi, da hast du recht. Es ist schon schwierig, die Ruhe zu bewahren, das war bei uns ja auch so. Was man so hört, wird es langsam besser. Nur leider melden sich die Kitas noch immer einfach viel zu spät. So wie bei uns. Das habe ich jetzt auch schon von vielen anderen gehört. Ich habe deshalb auch meinen Wiedereinstieg etwas nach hinten schieben müssen. Aber das steht schon einige Wochen fest. Defintiv unsäglich ist das dezentrale System. Man muss sich alles mühsam selbst zusammensammeln. Wo gibt es Kitas? Wie kontaktiert man sie? Wann vergeben sie überhaupt Plätze? Allein zu erkennen, ob es sich um eine Elterninitiative, private, staatliche Kita handelt ist wie Kaffeesatz lesen. Negativ ist uns direkt niemand begegnet und ich habe mich auch geweigert, schon im frühsten Schwangerschaftsstium zur Anmeldung der staatlichen Kitas zu gehen. Irgendwie hört es dann auch auf. Ich wollte aber allen noch suchenden Eltern etwas Mut machen, denn so aussichtslos wie auch ich anfangs dachte, ist es nicht oder vielleicht nicht mehr… Von der Kindergartensuche habe ich auch schon gehört… Oh Gotttt, das hört niemals auf…. 🙂 Ganz lieben Dank für die Wünsche, der Start heute war super. Mal sehen, wie es weitergeht! Liebe Grüße, Lili

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