Interview mit Lena von AnniBazaar

Lilian am 05.03.2015

Lena hat vor knapp zwei Jahren beschlossen, ihren Job im Marketing einer Modefirma für ihren Traum eines eigenen Online Stores für Kids & Co einzutauschen. Wir freuen uns darüber und sie erzählt uns, wie das alles so ist und als Expertin auch, was man unbedingt kaufen sollte.

Name: Lena
Kinder: Frida, 3
Lebt mit Fridas Papa in München

Wie kamst du eigentlich auf die Idee einen Online-Store zu gründen?

Die Idee, mich selbstständig zu machen, schwirrt mir schon seit vielen Jahren im Kopf rum, aber konkret wurde es nach der Geburt meiner Tochter Frida. Schnell war klar war, dass sich mit Baby doch so einiges ändert. So konnte ich meinen alten Job als Marketingleiterin in einem Starnberger Modeunternehmen nicht mehr so wie vorher ausführen, aufgrund der Arbeitsintensität und auch des täglichen Pendelns von München aus. Es war mit der Elternzeit der ideale Zeitpunkt gekommen, meinen Traum in die Tat umzusetzen. Man hat ja gerade in den ersten Monaten, in denen das Baby so viel schläft, unendlich viel Zeit zum Pläne schmieden. Dass es ein Kindershop wird, hätte ich mir früher nicht vorstellen können, denn mein Fokus lag schon immer ganz eindeutig auf der Womenswear, beruflich wie privat. ☺
Aber wenn man so auf der Suche ist nach wirklich hübschen Babysachen, wird’s schwer etwas zu finden ohne dabei große Abstriche vom eigenen Anspruch an Kleidung zu machen – und gerade vor 3 Jahren war das hierzulande noch extrem der Fall. Ja und damit entwickelte sich eine grobe Idee immer mehr zu einem konkreten Konzept, nämlich dem Konzept eines Kidswear Shops mit einer feinen Auswahl angesagter, internationaler Brands, die sowohl für tolles Design als auch Nachhaltigkeit bzw. biologische Materialien stehen.

AnniBazaar gibt es jetzt fast zwei Jahre, was war die größte Herausforderung als du dein eigenes Business gestartet hast?

Hm, schwierig. Es ergeben sich immer wieder neue große Herausforderungen, je nach aktuellem Enwicklungsstep. Klar, erstmal den Schritt überhaupt hinein in den Markt, ist schon spannend. Und gerade in den ersten Monaten – nein im gesamten ersten Jahr – erfordert es eine Menge an Eigenmotivation, so viel für etwas zu geben, finanziell und auch an Zeit, wofür man nicht direkt etwas Verhältnismäßiges erntet. Aber, und das ist ja nichts Neues, als Startup muss man a) ein festes Ziel haben und b) unbeirrbar an den Weg dorthin glauben.

„Als Startup muss man a) ein festes Ziel haben und b) unbeirrbar an den Weg dorthin glauben."

Woher kommt der tolle Name?

Der Name leitet sich vom Zweitnamen meiner Tochter Frida ab und Bazaar passt so schön dazu, finde ich. Der Name sollte international sein, dabei aber nicht verkünstelt wirken, klar und einprägsam sein.

Betreibst du den Store hauptberuflich?

Yes!

Hilft dir dein alter Job bei der neuen Herausforderung?

Absolut. Hätte ich die Branchenerfahrung und mein hilfreiches Netzwerk nicht, wäre ich diesen Schritt (zumindest in diesen verrückten Modezirkus) mit vollem eigenen Risiko sicher nicht gegangen.

Kauft ihr selbst noch woanders Kleidung und wenn ja wo?

Ja, mit Glück findet man auf Flohmärkten immer mal ausgefallene Sachen und klar, manchmal muss es auch ein Teil von H&M oder Zara sein.
Ansonsten bin ich vor kurzem auf derkleinesalon.at gestoßen, den Shop finde ich auch super. Oje, was sag’ ich da. Aber hey, ihr müsst ja nicht ALLES bei uns kaufen. 😉

„Ja, mit Glück findet man auf Flohmärkten immer mal ausgefallene Sachen und klar, manchmal muss es auch ein Teil von H&M oder Zara sein."

Kaufst du generell viel online?

Beides. Ich mag das Praktische und Zeitsparende und vor allem zu jeder Tages- und Nachtzeit mögliche Online-Shoppen. Aber ich liebe es auch entspannt in der City zu shoppen und mich inspirieren zu lassen. Ich gebe zu, die Inspirationskraft im Onlinebusiness ist da einfach begrenzt.

Klamotten für Kinder sind ehrlich schon super teuer. Wo sparst du selbst und kaufst du vielleicht auch mal biliger oder auch vielleicht Second Hand?

Klar habe ich auch Budgetgrenzen, und gerade so kurz nach der Gründung sind die auch unbedingt einzuhalten. Mein Motto ist aber ohnehin: Lieber etwas weniger im Schrank und dafür stehe ich komplett hinter dem Produkt. Wertige Basics, die man zu allem kombinieren kann, sind eigentlich nie eine Fehlinvestition. Aber ein paar modische Highlights sind auch wichtig für die gute Laune. ☺

„Mein Motto ist aber ohnehin: Lieber etwas weniger im Schrank und dafür stehe ich komplett hinter dem Produkt. Aber ein paar modische Highlights sind auch wichtig für die gute Laune."

Du achtest bei den Marken, die ihr führt sehr auf Qualität und Nachhaltigkeit. Worauf sollte man selbst beim Kauf achten?

Man kann beim Kauf von Textilien z.B. auf ein Öko-Tex-Siegel und die Angaben auf dem Carelabel zum Herstellungsland und Material achten.

Was sind die 5 Must Haves für jedes Kind aktuell?

Wenn du mich fragst, ist das etwas weniger trendabhängig als bei Erwachsenen. Ich würde schon allein aus Praktikabilitätsgründen immer sagen:

*1 lässige Jogginghose bzw. Low-Crotch-Pants, für Mädels sowie Jungs (sichert Bewegungsfreiheit und sieht süß aus),
*1-2 weiße und graue, ganz schlichte Basic T-Shirts und eine Sweatjacke oder einen Cardigan in Marine oder Grau. Wenn es dabei um ganz einfache, puristische Organic Cotton Basics geht, ist Gray Label einfach super – in Qualität und Schnitt.
*Ja, und bei den aktuellen Kollektionen sind meine Favorites u.a. die neuen Allover-Prints von Mini Rodini in Form von T-Shirts, lässigen Stoffhosen, Kleidchen oder einfach als kleines Highlight bei einer Beanie.
*Das Must Have schlechthin unter den Accessoires ist und bleibt ein Wayda-Tuch. Die gibt’s in 3 Größen, für Kids und Mamas (Papas eigentlich auch). Ich warte gerade sehnsüchtig auf die neuen Sommerfarben.

Stoffhose , Allover-Print von Mini Rodini

Beanie, Allover-Print von Mini Rodini

T-Shirt, Allover-Print von Mini Rodini

Ein T-Shirt von Gray Label sollte jeder haben

Trendsicher und praktisch: Wie diese Low-Crotch-Pants

Kuschlige Tücher von Wayda Toulouse

Wer sind deine typischen Kunden?

So ganz genau kann ich das noch gar nicht sagen, da AnniBazaar aktuell ein reiner Onlineshop ist (das kann sich aber noch ändern ;)) und ich nur wenige Kundinnen über die Email-Kommunikation hinaus persönlich kennenlerne. Ich bin ganz froh, in der kurzen Zeit schon so viele liebe und treue Stammkundinnen gewonnen zu haben.

Kurz ein paar Tipps zu München mit Kids: 

Lieblingscafés

Wir finden den Gartensalon in einem Hinterhof der Türkenstraße im Sommer draußen sehr entspannt mit Kids.

Lieblingsrestaurant

Riva in der Feilitzschstraße in Schwabing. Hier können die Kids sonntags ihre Pizza selbst belegen und mit dem Pizzabäcker zusammen backen.

Lieblingsspielplatz

Oh je, ich bin ganz ehrlich gesagt nicht so der größte Spielplatzfan. Aber klar, sobald die Sonne rauskommt und ich’s mir einrichten kann, geht’s raus mit Frida. Dabei gefällt es uns immer da am besten, wo unsere Freunde sind. Besonders toll finde ich den Spielplatz im Olympiapark, der ist einfach schön in den Berg integriert und hat tolle Rutschen. Nicht ganz uneigennützig sei auch der Spielplatz direkt neben dem Milchhäusl im Englischen Garten erwähnt…

Was macht man in München wenn es regnet mit Kids?

Tja, das ist in der Tat oft die Frage. Aber das Problem besteht ja in jeder Stadt, nein eigentlich überall. Im Winter ins Hallenbad, zu Freunden nach Hause oder … hm, mehr fällt mir selbst gerade gar nicht ein. Für Indoor-Klettern war Frida bisher noch zu klein. Was aber schon ganz gut geht, sind nicht allzu ausgedehnte Museumsbesuche, z.B. in der Pinakothek der Moderne oder, für Kinder ganz schön, das Deutsche Museum, weil es einen schönen Mitmach-/ Entdeckungsbereich für Kids hat. Ach ja, Kindertheater gäbe es noch einige hier. Die lernen wir demnächst dann mal kennen.

Wo findet man am besten einen Babysitter?

Ich gehe da nur nach Empfehlungen von Freunden. Alles andere wäre mir zu unsicher. Sorry, wirkliche Tipps hab ich da leider nicht. Wir sind gar nicht so erfahren mit Babysittern.

Wo findet man euch am häufigsten (unterwegs)?

Wir sind öfters im Englischen Garten unterwegs, oder am Nymphenburger Kanal, Enten füttern. Aber noch viel toller finden wir es in der richtigen Natur, also wenn Zeit bleibt, einfach raus in Richtung Süden und Berge.

Danke Lena, wir merken uns schonmal für die niedliche Hasendame (Bild oben) vor.

Hier geht’s zum Store AnniBazaar

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