Johannes – ein wahrer kreativer Tausendsassa – erzählt vom Leben mit Töchterchen Juna

am 06.08.2015

Johannes aus München ist Art Director und Partner bei Melville Brand Design. Nebenbei betreibt er mit seiner Frau Nadja das Schmucklabel NAMAMI und falls dann noch Zeit übrig bleibt gestaltet er Schriften und Illustrationen unter seinem eigenen Namen. Wie schafft er das nur? Denn seit einiger Zeit ist er auch noch Papa der kleinen Juna und die Wochenenden sind ihm heilig.

Seit wann bist du Papa?

Seit letzten Dezember. Juna wird jetzt dann 8 Monate alt.

Wer von euch beiden hat Elternzeit genommen?

Wir haben uns die Elternzeit aufgeteilt, wobei meine Frau Nadja aber 12 Monate macht und ich nur für 2 Monate ab September zu Hause bleiben werde. Da ich selbständig arbeite, wäre eine noch längere Zeit schwierig. An manchen Tagen würde ich natürlich schon auch lieber zu Hause bei Juna bleiben, habe aber auch Respekt vor dem Babyalltag, den Nadja wirklich super meistert.

Du (ihr beide) seid ziemlich kreativ: Künstler, Designer, Grafiker, hast gemeinsam mit deiner Frau das Schmucklabel Namami. Wann machst du das alles und wie klappt das mit der Familie?

Abgesehen von den Jobs die notwendig sind um jeden Monat Geld zu verdienen, gestalten wir die anderen Projekte recht flexibel. Unsere Kollektionen für NAMAMI oder auch Nadja´s
neues Projekt StiftScherePapier, bei dem sie handgemachte Grafik und Papeterie anbietet, entsteht dann eben größtenteils abends, wenn Juna im Bett ist. Auch wenn alle Projekte eigentlich auch direkt in unser Privatleben integriert sind, ist uns die Zeit am Wochenende mit der Familie doch heilig.

„ist uns die Zeit am Wochenende mit der Familie doch heilig"

Was bedeutet Namami und beschreibe in 3 Sätzen, wofür das Label steht.

NAMAMI ist aus Nadja´s Initialen zusammen gesetzt Nadja Marcela Michalski – das war unser Deal bevor sie meinen Namen angenommen hat 😉 Das Label steht für den experimentellen Umgang mit neuartigen Materialien, die klassische Schmuckdesigner vielleicht so nicht einsetzen oder kombinieren würden. Trotzdem sind die Stücke alltäglich tragbar und reduziert feminin.

Wodurch werdet ihr inspiriert?

Das können ganz alltägliche Situationen sein. All unsere Schmuckstücke haben eigene Namen, in denen sich zum Teil die Idee dahinter verbirgt. Viele Inspirationen stammen eher aus Lichtsituationen oder -spiegelungen, als von anderen bereits existierenden Objekten.

Macht ihr auch Schmuck für Kids?

Bisher gibt es nur kleine Freundschafts-armbänder. Das wird sich aber bestimmt spätestens dann ändern, wenn Juna danach fragt.

Was hat sich am meisten verändert, seit Juna da ist, wenn überhaupt?

Die meisten Veränderungen sind sowieso positiv. An was ich mich allerdings immer noch sehr schwer gewöhne ist an den Wochenenden um 7 oder spätestens halb 8 aufzustehen.

Einen „9.00 – 5.00“ Job hast du nicht. Wann siehst du Juna?

Unter der Woche kommt es leider schon ab und zu vor, dass ich sie nur schlafend sehe. Das ist aber zum Glück die Ausnahme, da wir im Büro auch auf feste Arbeitszeiten achten. Außerdem ist mir das Wochenende spätestens seit sie da ist sehr wichtig.

Wart ihr schon mal länger alleine zu zweit?

Da Juna noch gestillt wird, war das bisher noch nicht ganz so einfach. Wir haben aber zumindest schon mal eine halbtägige Tour mit dem Kinderwagen durch München gemacht. Abgesehen von explosionsartigen Flecken nach
der Fütterung hat das schon mal bestens geklappt.

„Abgesehen von explosionsartigen Flecken nach der Fütterung hat das schon mal bestens geklappt."

Wünscht du dir, dass Juna das kreative Talent von euch geerbt hat?

Ja! Kreativität ist im Leben eine ganz besondere Gabe mit der man so viel ausdrücken und die man so unterschiedlich einsetzen kann. Ich hoffe da hat was abgefärbt.

Was wünscht du dir generell für sie in der Zukunft?

Was sich jeder Vater erstmal wünscht: Dass sie gesund aufwächst und ein tolles Mädchen wird.

Gibt es etwas, dass sie bitte lieber nicht machen sollte (zuviel Pink tragen, reiten etc :))

Natürlich hab ich schon bisschen Angst vor der pinken Phase, den Einhörnern und Prinzessinnen-Kostümen. Grundsätzlich soll sie aber einfach machen worauf sie Lust hat.

Eine Frage abseits: Plant ihr wie viele eine Landflucht, seit Juna da ist? Haus, Garten, Idylle…

Wir haben zum Glück noch eine kleine Wochenend-Wohnung bei meinen Eltern im Chiemgau. Eine komplette Flucht aus der Stadt würde aber für uns momentan auch mit Kind nicht in Frage kommen. München bietet uns genug Platz, um unsere Ideen auch wirklich umzusetzen. Vieles wäre so auf dem Land nicht möglich. Ausserdem konnte ich bis jetzt nicht viele Nachteile in der Stadt mit Kind feststellen.
Im Dezember ziehen wir zwar etwas weiter Raus (nach Giesing), da wir dort eine Wohnung mit Garten gefunden haben – für die nächsten Jahre werden wir München aber auf jeden Fall treu bleiben.

Was startet ihr als nächstes! Ein Kinderbuch wär doch was?!?

Darüber haben wir tatsächlich schon nachgedacht. Wer weiß, vielleicht wird uns ja tatsächlich in meiner Elternzeit ab September mal langweilig – obwohl ich mir das momentan gar nicht vorstellen kann…

Mehr über Namami erfahrt ihr hier. Außerdem alles rund um das Projekt von Nadja „StiftScherePapier“ und der Link zu Johannes kreativen Jobs.

Ein paar City Tipps von Johannes findet ihr übrigens in unserer neuen Rubrik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.