Lastenfahrrad die Zweite – Sabine und ihr Nihola

am 17.06.2016

Bei der Recherche zum geeigneten Lastenfahrrad haben wir Sabine und ihre Famile im Fahrradladen getroffen, wo sie sich gerade ihr Nihola zusammenstellte. Grund genug, sie ein paar Wochen später zu fragen, wie happy sie mit der Entscheidung ist...

Bei der Recherche zum geeigneten Lastenfahrrad haben wir Sabine und ihre Famile im Fahrradladen getroffen, wo sie sich gerade ihr Nihola zusammenstellte. Grund genug, sie ein paar Wochen später zu fragen, wie happy sie mit der Entscheidung ist…

Eine Freundin sagte mal zu mir zu mir: „Kauf dir bloß nicht so ein komisches Lastenad“. Ich war nicht ganz sicher wieso. Vielleicht fand sie es spießig, so wie es für Männer der absolute Obergau ist, sich einen Kombi für die Familie anzuschaffen: „ Da fehlt ja nur noch der Golden Retriever…!“ Totaler Verlust der Coolness? Mhhh…Aber ist doch so praktisch! Oh Gott, diesen Satz wollte ich niiiie sagen!

Als Mutter muss man aber nun mal ab und zu Kompromisse eingehen, das wissen wir alle!

 

Zurück zum Bike: Ich finde es megacool, und Leo auch. Für uns ist es auch kein Kompromiss, sondern ein supercooles „Must Have„, sozusagen ein It- Bike. Die Fahrradanhänger kommen für mich in der Stadt nicht in Frage. Als Autofahrer übersieht man sie einfach schnell, trotz langem Fähnchen. Auch der klassische Kindersitz für den Gepäckträger gibt mir kein gutes Gefühl. Ich will mein Kind sehen und auch mal vom Rad absteigen ohne Angst zu haben, dass es direkt mit Kind im Sitz auf den Asphalt kracht.

Unsere Wahl: das Dreirad von Nihola. Der Lenker ist wie bei einem normalen Rad. Damit komme ich gut zurecht. Anfangs war es ein komisches Gefühl mit so einem Kasten da vorne über die schmalen Radwege zu fahren. Zur Rad-Rushhour wurde ich von allen anderen überholt. Inzwischen düse ich locker durch die Schwabinger Strassen und habe immer alles dabei. Ist es anstrengender? Natürlich muss man schon ordentlich in die Pedale treten. Vor allem bei Gegenwind wirkt die Box wie ein Segel und macht das Rad nicht gerade windschnittig. Aber ich will ja auch nur von A nach B kommen und keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen.

Das Verdeck lässt sich zum Cabrio aufrollen (wenn das nicht cool ist…?) und schützt vor Regen und Sonne. Durch ein durchsichtiges Guckloch sehe ich mein Kind. Er sitzt dort sicher angeschnallt und im Moment ohne Helm. Es besteht für diese Räder übrigens keine Helmfplicht für die Kinder, da sie durch den Kasten ja geschützt sind. Einkäufe, Sandspielzeug, alles ist immer dabei. Selbst genügend Platz für eine Freund haben wir noch, denn es passen zwei Kinder auf die Sitzbank.

Für so ein Rad, muss man zwar tief in die Tasche greifen, aber es lohnt sich wirklich! Was auch lustig ist: begegnet man anderen Müttern mit Lastenrädern lächelt man sich irgendwie automatisch zu. Das kenne ich noch von früher vom Vespa fahren: der sogenannte Roller -Gruß. Ist doch cool, oder?

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