„Mein erstes Jahr in München“ – Autorinnen und Mums Paula und Fee im Interview

am 28.06.2016

Ganz neu ist ihr Buch "Mein erstes Jahr in München", wir haben in unseren Mai-News darüber berichtet und weil die beiden so spannende Persönlichkeiten und Multitasker sind, haben wir mal genauer nachgefragt...

Paula und Fee sind Freundinnen und beide Mums. Sie haben gemeinsam ein zauberhaftes Buch bzw. Album zum selbst erstellen und gestalten kreiert „Mein erstes Jahr in München“ und auch „Mein erstes Jahr in Köln“ . Mit liebvollen Anekdoten der jeweiligen Stadt. Beide sind ziemlich busy und haben sich sogar „trotz“ oder mit Kindern nochmals für ein Studium entschieden. Das finden wir mutig und spannend! Aber lest selbst:

Wer seid ihr?

Paula:
Ursprünglich bin ich (32) aus Düsseldorf. Nach dem Abitur bin ich direkt nach Hamburg an die AMD gegangen um Modejournalismus zu studieren. Nach diversen Praktika, u.a. bei Lagerfeld Gallery in Paris und Shiseido in Tokio, hat es mich von der Mode zum Film verschlagen und ich habe in Köln angefangen bei Barbarella Entertainment Pressearbeit für Schauspieler und Filme zu machen. Mit 28 habe ich mich dazu entschlossen nochmal zu studieren und zwar Literaturwissenschaften und Philosophie. Parallel dazu habe ich im emons Verlag angefangen und gestalte dort mittlerweile das Sachbuch Programm mit, was eine herrliche Aufgabe ist! Bücher machen ist etwas Großartiges!

FEE:
Ich lebe jetzt schon seit elf Jahren in Köln und mittlerweile ist mir die Stadt sehr vertraut. Da wir oft umgezogen sind, kenne ich fast jedes Veedel und seine Eigenarten. Aufgewachsen bin ich im Ruhrgebiet, dort leben auch meine Eltern und mein Bruder mit seiner Familie. Aber Köln ist mir mit seiner herzlichen Art und Unkompliziertheit sehr nah. Ich habe hier an der Kunsthochschule für Medien studiert, dann bei Super RTL ein Volontariat absolviert und danach als Redakteurin bei der „Sendung mit der Maus“ (WDR) angefangen. Nach der Geburt meines Sohnes habe ich frei die TV- Serie vom kleinen Drachen Kokosnuss betreut und für Caligari in München gearbeitet. Seit 2013 mache ich meinen Master in „Game Development and Research“, 2014 kam meine Tochter zur Welt und gerade arbeite ich an meiner Masterarbeit.

Ihr seid gefühlte Tausendsassa. Wie verbindet ihr Job/Studium und Kind(er)?

Paula:
Mit viel Humor und guter Organisation, liebevollen Babysittern und sehr guten und geduldigen Freunden!

Fee:
Oh ja, Humor ist wichtig! Und loslassen können. Zu Beginn ist es mir immer schwer gefallen zu gehen.

„Mit viel Humor und guter Organisation, liebevollen Babysittern und sehr guten und geduldigen Freunden!"

Ich finde es großartig, aber weshalb nochmals Studium?

Paula:
Ich habe meinen Job als PR-Agentin wirklich geliebt, aber mir war danach, nochmal den ganzen Tag lesen und lernen zu dürfen. Zum Glück hatte ich parallel das Job-Angebot im emons Verlag, was großartig war. So musste ich nicht aus dem Job komplett aussteigen, konnte arbeiten und studieren.

Fee:
Ich spiele einfach gern gute Computerspiele, immer schon, das hat mit „Prince of Persia“ begonnen und gerade spiele ich „1979 – Black Friday“. Ich möchte Ideen und Games entwickeln, die ihre Berechtigung und Möglichkeiten aus ihrer Form als Computerspiel schöpfen. Außerdem interessiert es mich Geschichten mit viel Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit zu erzählen.

Wie werden eure Kids betreut?

Paula:
Ich habe in dem Jahr Elternzeit den ersten Bachelor in Literaturwissenschaften abgeschlossen,
damals war mein Sohn für mein Gefühl noch zu klein für die Kita, deswegen hatten wir einen Babysitter zu Hause. Seit seinem 11. Monat geht er in die Kita und findet es herrlich!

Fee:
Oskar ist fünf und geht in den Kindergarten, Greta geht seit einem Jahr zur Tagesmutter.

Was sind die größten Zerreissproben?

Paula:
Ich bin eigentlich ein totaler Nachtmensch – aber mit Kind ist das fast unmöglich, denn länger als bis 7:00 Uhr schlafen ist nicht drin. Und dass man jetzt immer in Eile ist und nicht mehr einfach so irgendwo sitzen, Café trinken und lesen kann, das fehlt mir manchmal.

Fee:
Bei mir sind es der Schlafmangel und das ständige abwägen, „geh ich heute früh schlafen? wacht eins der Kinder wieder um 6 Uhr auf, oder mach ich noch etwas für mich?“.
Aber seitdem ich Mutter bin weiß ich auch: ich kann das alles gar nicht immer 100 % perfekt machen und das ist dann auch ok so.

„seitdem ich Mutter bin weiß ich auch: ich kann das alles gar nicht immer 100 % perfekt machen und das ist dann auch ok so."

Wie begegnet man euch als Working Mum?

Ausschließlich positiv! Und ich bin davon überzeugt, wenn es der Mutter gut geht mit dem, was sie macht und wie sie ihr Leben gestaltet, dann geht es auch dem Kind gut.

Wie kam die Idee zum Babyalbum „Mein erstes Jahr in München“?

Dass wir Köln machen würden war klar – emons ist ein Kölner Verlag und der Verleger fand die Idee zum Glück direkt großartig! Wir leben beide hier, unsere Kinder sind hier geboren, Köln stand also direkt fest. Wir wollten unbedingt ein Buch machen, um die ersten Monate festzuhalten. Heimat ist so wichtig für Kinder und gerade die Kölner sind ja so verdammt stolz auf ihre Stadt, da war auch die Idee schnell geboren. Wir wollten aber unbedingt noch einen zweiten Titel machen und haben überlegt, welche Stadt uns noch am nächsten ist und da meine Mutter Münchnerin war und ich eine sehr große Familie mit vielen Tanten und Onkels und Cousinen und Cousins und Nichten und Neffen dort habe, konnten wir uns direkt auch emotional mit München identifizieren. Außerdem die Berge und der Schnee und die Farben – was für eine herrliche Ausgangssituation für so ein Buch!

„Wir wollten unbedingt ein Buch machen, um die ersten Monate festzuhalten. Heimat ist so wichtig für Kinder"

Was habt ihr sonst noch in der Pipeline?

Paula:
Ich mache jetzt erstmal meinen BA in Philosophie und bin so mit Job und Studium ausreichend ausgelastet. Natürlich wollen wir die Reihe der Babybücher noch weiterführen – Fee kommt aus Essen, ich aus Düsseldorf, ich bin eine Weile zwischen Berlin und Köln gependelt und habe in Hamburg studiert… Da gäbe es also noch viele Optionen für weitere Titel. Aber jetzt steht erstmal ein Umzug vor der Tür und dann endlich Ferien!

Fee:
Mein Spiel, welches ein „Touch and Click Adventure“ als App wird, ist in Entwicklung und
verschlingt viel Zeit und Energie.
Dann der Abschluss des Studiums im Sommer und ein Besuch in Zürich, da wird mein Patensohn bald ein Jahr alt.

Von passionierten Buchmenschen wollen wir wissen, was ihr gerade so mit euren Kids lest bzw. was sind ihre Lieblingsbücher?

Paula:
Lukas LIEBT Tiere – überallhin begleiten uns die kleinen Tiere von Schleich, am liebsten mag er Giraffen und Katzen.
Also sind die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch immer mit dabei und mein Cousin hat mir gerade das tolle Buch „Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner“ geschenkt, das findet Lukas auch ganz toll.

Fee:
Greta liebt das Wimmelbuch des Kölner Zoos und „Der Stockmann“ von Axel Scheffler und ein altes Sachbuch über Bahnhöfe. Oskar lässt sich, nachdem wir „Michel aus Lönneberga“, „Pippi Langstrumpf“ und „Samstags kam das Sam“ gelesen haben, die Geschichte von „Robin Hood“ vorlesen, aber niemand liest so voller Inbrunst und Spannung vor, wie sein Patenonkel, der in München Lehrer ist.

Danke euch! Wir sind schon dabei zu befüllen und es macht riesigen Spaß!

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